Sonntag, 26. August 2012

Oberflächenmanipulation von Stoff - August

Mein Beitrag im August für Suschnas Projekt, Oberflächen von Stoff zu manipulieren:
Artist's Paintstiks
Im Juni auf den Patchworktagen habe ich sie gekauft, war begeistert von den Möglichkeiten, habe es gleich zuhause ausprobiert und... es hat nicht geklappt.
Aber es stand auf meiner langen Liste der Dinge, die ich machen möchte/werde.
Und jetzt kommt der nächste Versuch.
Ich habe mich für schwarzen dichten Stoff entschieden, aus Kotenplanen.
Zuerst werden die Schablonen fixiert (die hatte ich gleich mitgekauft, ich liebe Blattmotive).
Mit Malerkrepp auf meine schraddeligste Schneidematte geklebt.

Dann den Stoff draufgeklebt.

Zuerst muss eine Schicht von dem Stift abgerieben werden, wie eine Haut, die durch das Trocknen entsteht und den Stift schützt.
Die netten Verkäufer mit holländischem Akzent ( höre ich sehr gern) empfahlen alte Zahnbürsten zum Auftragen, die Farbe soll auf ein Holzbrett gerieben werden und dann aufgetupft und abgerieben werden.
GEHT NICHT! Kein Blatt, sondern eine Wolke.
Also habe ich den ganzen Stift genommen, und leicht über das Motiv gerieben.
Schon besser.

Mehr Farben sollen mehr Schönheit bringen. Stimmt.
Dann habe ich den Stoff verschoben, festgeklebt, weitergemalt.
Gefällt mir. Ist im Original etwas glitzeriger, bunter.
So langsam habe ich mich reingearbeitet, beim nächsten Versuch die Motive umgedreht für die 2. Reihe.
Nächster Versuch:
Gingko-Schablone unter Leinen.
Zu sehen:
eine helle Wolke.
Borstenpinsel abgeschnitten, und versucht, die Konturen nachzuarbeiten.
Erfolg: eine Nebelwolke.

Nächster Versuch:
Farnschablone unter Leinen.
Geht nicht. Wolke.
 Fazit: Leinenstoff geht nicht.
Das Ganze soll jetzt trocknen, etwa 36 Stunden, dann wird es gebügelt mit Backpapier dazwischen, dann soll es bombenfest sein, für immer. Auch auf Leder möglich.
Dann werde ich es weiter bearbeiten. Und vielleicht eine Tasche draus nähen...
Es gibt noch viel zu tun.
Und als ich eben auf die Packung geguckt habe, um den Namen richtig zu schreiben, habe ich eine Adresse mit kostenlosen Tips und Videos entdeckt:
www.CedarCanyonTextiles.com 
Da werde ich dann mich noch schlauer machen.
Mehr Vorschläge und Ideen wie immer am letzten Sonntag des Monats bei Suschna.
Ich werde die Stoffe jetzt 36 Stunden trocknen lassen und dann den Waschtest machen.


Kommentare:

  1. Von diesen Sticks hab ich ja noch nie gehört, aber Drucken (und Färben) sind bei mir bislang auch noch nie ausprobiert worden (vielleicht kommt das dieses Jahr noch... ). Deine Ergebnisse bei den Blättern sind sehr reizvoll, schade, dass es beim Leinen gar nicht geklappt hat. Hast du mal dunklen Druck auf hellem Stoff probiert?
    Kann man mit den Stiften auch direkt auf den Stoff schreiben/malen? Das wäre auch sehr interessant, vor allem für längere Texte, z.B.

    Vielen Dank fürs Zeigen!

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  2. @frifris: Das sinddicke Ölkreidestifte im Pappmantel, mit denen man entweder direkt auf Stoff malt oder mithilfe eines stencil-Pinsels Farbe auf den SToff schmiert oder tupft.
    Die riechen wie früher Fensterkit, ist bestimmt Leinöl drin.
    Aber die Stifte sind dick und weich, deshalb ist es einfacher, man legt eine Schablone oder irgendetwas mit Struktur drunter, und rubbelt die Struktur durch. Direktes Malen macht bestimmt Schmiererei und dicke Striche, ähnlich wie Lippenstift.

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  3. Das finde ich ja nun ganz klasse, dass du alles genau probiert hast und zeigst. Auf der Textile Art hatten wir solche Stifte (mit Leinöl) nämlich auch in der Anwendung gesehen, allergings mit einem Schablonenpinsel auf Papier getupft. Ich habe mich seit dem gefragt, ob das auf Stoff wirklich gut geht und wollte es immer probieren. (Hier ist der Link zum Schablonen-Haus in Berlin, vielleicht waren es ja dieselben Stifte: http://www.schablonen-shop.de/details.php?id=378&kategorie=4&main_kat=2&start=0&nr=)
    Zwischenfazit ist wohl, dass man feine Stoffe nehmen sollte. Und nun fände ich es auch noch spannend, ob der Stift wirklich beim Waschen bombenfest hält. Danke für die Testreihe!

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  4. Spannend, deine Experimente. Die Technik ist also gar nicht so simpel, wie es aussieht. Ich könnte mir vorstellen, dass es mit besonders feinfädigem Stoff (Batist) noch besser funktioniert - beim Stoffdruck gilt das wohl auch, je feinfädiger, desto besser wird der Druck (hatte Suschna herausgefunden). Jedenfalls bietet die Technik viele Möglichkeiten - hier gitb es eine auf Schablonen spezialisierten Lande, der diese Kreiden auch hat und damit auf verschiedene Untergründe, auch auf Stoff schabloniert. Da wird die Farbe auch von einem Untergrund (Holzbrett) mit einem Pinsel aufgenommen und mit Druck über die Schablone getupft.

    viele Grüße! Lucy

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    1. Ah, jetzt war ich so lange mit Antworten beschäftigt, dass alle anderen schon alles gesagt haben - aber auf die Ergebnisse des Waschens wäre ich auch gespannt!

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  5. Das ist endlich mal eine gute Möglichkeit, auf dunkle Textilien Muster zu bekommen!
    Für florale Sachen wie bei deinen Schablonen ist das richtig gut geeignet.
    Berichte bitte unbedingt, wie sich das beim Waschen verhält!

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