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Dienstag, 1. März 2016

Jeans-Tasche, kleines Tutorial

 Aus einer Herrenjeans habe ich ein möglichst rechteckiges Stück ausgeschnitten, ohne Rücksicht auf den Untergrund ( voll durch die Tasche durch). Das geht für mich nur mit Lineal auf Schneidematte, weil meine Augen sich trügen lassen von den Nähten. Orientierung ist hier der Bund (bei Männerhosen gerader als bei Frauenhosen).
 Aus Hosenbeinen gerade Streifen, 8cm breit, geschnitten und aneinandergenäht, gleich die Nähte versäubert/abgesteppt.
 Den Bund der Hose abgefummelt, und an das Streifenteil gesetzt. Danach alles, wieder mit Lineal, gerade geschnitten.
 Von einer anderen Jeans eine Tasche abgetrennt und auf das Futter genäht als Innentasche.
 Reissverschluss in Stoff eingefasst und oben in die Tasche eingesetzt, zusammen mit dem Gurtband und dem Innenbeutel.
 Fertig.
 Zwei verschiedene Seiten einer Tasche.
Mehr Anleitung für Jeanstaschen gibt es hier.

Dienstag, 23. Februar 2016

Crazy sewing - es geht weiter

 Aus dem in Applikationstechnik gefertigten Stück hier habe ich tops für Jeanstaschen genäht.
 Dazu habe ich erstmal goldige Kleinkinderjeans vorbereitet, hier beschrieben,
 die dabei üblichen Gummibänder und Knöpfe innen herausgetrennt,
 aus einem Jeans-Hosenbein grob eine Klappe zugeschnitten,
 gerade geschnitten,
 den Zuschnitt rechts auf rechts auf mein Crazy-Stück gelegt und ausgeschnitten,
mit Wendeöffnung rundherum abgesteppt, gewendet und wieder knappkantig abgesteppt.
 Bei dieser Klappe ist es, anders als bei der als Erstes entstandenen (s.o.) nicht möglich, einen Schnappverschluss an die Klappe zu montieren, weil hier an der unteren Kante so viele harte Stofflagen übereinander liegen, dass ich nicht durchstechen könnte. Deshalb hier ein Knopfloch für einen meiner schönen Knöpfe.
 Ich finde beide Taschen reizvoll, eine mit Schnappverschluss, eine mit Knopf.
 Und soviel ist von dem Stoffstück noch übrig, da kann noch was bei rauskommen.

Montag, 15. Juni 2015

Rucksack aus alten Jeans

 Ich experimentiere immer wieder mit alten Jeans, die einen kleinen Makel haben, wo aber noch viel guter Stoff rauszuschneiden ist.
Dieses Mal habe ich einen Rucksack genäht. Für die Hauptstücke habe ich einfach aus Hosen rechteckige Stücke rausgeschnitten (hier hilft sehr eine Schneidematte, Rollschneider und Lineal) und zusammengenäht.
Dazu habe ich extra starken Nylonfaden in orange-ocker genommen, die typische Jeansnahtfarbe.

In das Rückenteil und den Boden habe ich 5mm Industriefilz eingesetzt, so dass der Rucksack Halt hat und nicht zusammenfällt wie ein nasser Sack.
 Alle Taschen aus den ehemaligen Hosen sind benutzbar, hier habe ich eine Klappe aufgesetzt, so dass nix rausfallen kann.
 Verschlossen wird der Rucksack durch die Klappe, ebenfalls aus einem Vorderteil einer Hose ausgeschnitten, und, wie hier zu sehen, durch ein Lederband, das ich durch die Gürtelschlaufen gezogen habe (dazu habe ich noch einige Schlaufen hinzugefügt).

 Bei den Schultergurten habe ich einen zusätzlichen D-Ring angebracht, hier kann  man den einen Gurt einklipsen und den Rucksack als Tasche tragen.
 Grusses Mappenschloss als Verschluss,
hier sieht  man die Verstärkung des Bodens durchkommen. Wie man eine Jeanstasche nähen kann, habe ich hier beschrieben.
Durch die Stretch-Anteile in den neueren Jeans hat der Rucksack ein paar leichte Beulen. Dafür sind die neuen Jeansstoffe nicht so sperrig und lassen sich leichter in mehreren Lagen nähen.
Genäht habe ich den Rucksack auf einem Kompakt-Allesnäher von Janome, der kann nur Geradeausstich, aber das richtig gut und auch durch viele Schichten.
Nachmachen empfohlen!

Mittwoch, 20. Mai 2015

Rucksack aus Leder - (k)ein Tutorial

Ich werde immer wieder mal gefragt, ob ich auch Rucksäcke nähen würde, und ich sage dann immer, dass es wunderbare, gut durchdachte, Rucksäcke zu kaufen gibt, mit gutem Tragekomfort und nicht teuer.
Aber jetzt wollte jemand einen individuell angefertigten Rucksack aus Leder haben.
Also habe ich mich an das Experiment gewagt.
Hier möchte ich vor allem über die Hindernisse berichten.
Ich habe mir ausgedacht, das Rückenteil separat zuzuschneiden, weil hier so viele Dinge angesetzt werden müssen.
Als Versteifung habe ich ein Stück Kunststoff von innen eingenäht.
 Klappe halbrund, mit Stoff (Cord) verstürzt.
Ich habe eine Industrienähmaschine mit Dreifachtransport, da soll nichts gegeneinander verschieben.
Leder ist nun ausgesprochen dehnbar, in alle Richtungen ein bisschen. Und beim Nähen dehnt sich das unten liegende Leder mehr als das oben liegende, trotz Dreifachtransport.
Dadurch ist nach dem Nähen das Lederstück grösser und nach dem Verstürzen schlägt der Innenstoff Wellen.
Die Nahtzugaben habe ich in den Kurven eingeschnitten.
 Oben auf der Rückseite habe ich einen verstärkten Lederstreifen gesetzt, der die Aufhängungen für die Träger und den Griff, jeweils doppeltes Leder, halten soll.
Hierbei habe ich drei Nähmaschinennadeln zertrümmert; meine Maschine hat viel Kraft, aber hier liegen 9 Schichten aufeinander, weil die Klappe gleich mitgefasst wurde, das schafft wohl nur eine Sattler-Maschine.

 Also alle Stellen genäht und die Einsätze genietet, echte körperliche Arbeit.
 Das Vorderteil des Rucksackes ist so breit wie das Rückenteil plus zwei mal die Seitenbreite, hier 10cm.
Vorn mittig die Tasche aufgenäht, nach dem Aufnähen sass sie 4cm neben der Mitte, wegen der unterschiedlichen Bewegungen des Leders unter der Nähmaschine.
Auftrennen bei Leder hinterlässt Löcher, also an der längeren Seite 4cm abgeschnitten.
 Innenfutter genäht, aber in ursprünglicher Breite gelassen, also 4cm breiter als das Lederteil.
In der SEitennaht die unteren D-Ringe für die Träger mitgefasst, Vorder- und Rückenteil zusammengenäht.
Den Boden habe ich ausgerechnet,  Breite mal Seitenteilbreite, hierbei wieder die 4cm des ursprünglichen Maßes gelassen, sicherheitshalber.
Angefangen habe ich mit der rückseitigen Naht, die Ecke schon etwas eingerückt, und dann rundherum genäht, und es kam genau hin, so dass die Nähte etwas nach innen eingerückt sind, und sich das Leder der Seitenwände, das beim Nähen unten lag, wieder so weit gedehnt hat, dass es zuletzt genau an den größeren Boden passte.
Die obere Kante des Rucksackes habe ich offen gelassen, also nicht verstürzt, und
 das Futter verstürzt dagegen gesetzt.
6 große Ösen eingeschlagen für den Verschluss, hier ein Lederband.
 Der Klappenverschluss war für mich neu, er wird mit einem eignenem Werkzeug eingeschraubt, ich bin begeistert! Habe ich hier gefunden.

 Dazu wird ein Loch ins Leder geschniten, das Unterteil durchgesteckt, das Oberteil mit dem Spezialnupsi draufgeschraubt.
 An der Klappe genauso.
Und so sieht die Rückseite fertig aus.

Fazit: Mit dem Dehnverhalten des Leders bin ich überfordert, es hat hier zum Glück alles geklappt, aber das würde ich mich nicht nochmal trauen.
Der Empfänger aber ist zufrieden.

Dienstag, 10. März 2015

Lava und Mohn

Aus Polsterstoff-Stücken und diversen Stoffresten, mit Zickzack auf Anthrazitfarbenen Stoff appliziert, Lederboden aus einer abgelegten Jacke, Holzbrosche von einem Kinderspielzeug, vom Flohmarkt, ergänzt mit den üblichen Taschennähmaterialien.

 Rückseite dezenter, mit rotem Hingucker und Knöpfen.
 Schmaler A4-Ordner passt.
 Lava und Mohn. Finde ich.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Stoffmuster

 Beim Frühjahrs-Ausmisten im Nähzimmer entdeckt:
Stoffmusterproben.
Farben...
 Texturen.
Regebogen...
Aufgesteppt auf Denim, entstanden ist:
 ein großer Shoper, mit Lederboden.
Flicken noch verziert mit Spitzenborte, ansonsten wirken die Farben und unterschiedlichen
Oberflächen.
Ein guter Start ins Jahr (wenn auch aus verschiedenen Gründen erst im Februar).