Dienstag, 9. Juni 2015

Schablonendruck und artist paintstix - Rosen



 Mit einer Schablone mit Rosenmotiven habe ich Stoff bedruckt (ohne Druck). Blätter habe ich mit artist paintstix gefärbt. Dazu wird der wachsartige Stift, der lecker nach Leinöl riecht, auf eine glatte Oberfläche gerieben und von dort mit einem Stencil-Pinsel aufgenommen und auf den Stoff durch die Schablone gerieben.


 Die roten Rosen habe ich  mit Schablonierfarbe aus der Tube getupft.
 Die hat vorn direkt einen Schwamm, mit dem man auftragen kann.
 Was ich gelernt habe dabei:
1. Es ist sinnvoll, erst die Blätter zu färben, sonst wird alles rot durchmischt. Die Blätter haben jetzt allerdings einen roten Hauch, der sehr natürlich wirkt. Das Grün ist allerdings für Rosenblätter zu olivig.
 2. Die Farbe aus der Tube musste ich auch erst rausdrücken, dann mit dem Schwamm aufnehmen, sonst wird die Rose punktig.
Dadurch wurden die Rosen allerdings sehr farbintensiv.
Beim Auswaschen der Schablone habe ich die Schablone auf ein altes Handtuch gelegt und mit einem nassen Lappen abgerieben.
Dadurch hat das olle Handtuch ein schönes Rosenmuster bekommen, blütenzart sozusagen.
Das wird dann mein nächster Versuch: statt mit Schablonierfarbe direkt, mit einem Tuch die Farbe hauchzart auftragen...
Nun gibt es ja sicherlich überall wunderschönen Rosenstoff zu kaufen, wie am Samstag in Hannover beim Stoffmarkt, aaber dieses hat viel Spass gemacht.
Gedruckt habe ich übrigens auf Baumwollcanvas ungebleicht, sozusagen vanillefarben.

Das Stupfen mit dem artist paintstix werde ich auch noch öfter ausprobieren.
Hach, es gibt soviel zu tun und auszuprobieren....

Übrigens habe ich die paintstix hier und in den folgenden posts ausprobiert und beschrieben.



Mittwoch, 20. Mai 2015

Rucksack aus Leder - (k)ein Tutorial

Ich werde immer wieder mal gefragt, ob ich auch Rucksäcke nähen würde, und ich sage dann immer, dass es wunderbare, gut durchdachte, Rucksäcke zu kaufen gibt, mit gutem Tragekomfort und nicht teuer.
Aber jetzt wollte jemand einen individuell angefertigten Rucksack aus Leder haben.
Also habe ich mich an das Experiment gewagt.
Hier möchte ich vor allem über die Hindernisse berichten.
Ich habe mir ausgedacht, das Rückenteil separat zuzuschneiden, weil hier so viele Dinge angesetzt werden müssen.
Als Versteifung habe ich ein Stück Kunststoff von innen eingenäht.
 Klappe halbrund, mit Stoff (Cord) verstürzt.
Ich habe eine Industrienähmaschine mit Dreifachtransport, da soll nichts gegeneinander verschieben.
Leder ist nun ausgesprochen dehnbar, in alle Richtungen ein bisschen. Und beim Nähen dehnt sich das unten liegende Leder mehr als das oben liegende, trotz Dreifachtransport.
Dadurch ist nach dem Nähen das Lederstück grösser und nach dem Verstürzen schlägt der Innenstoff Wellen.
Die Nahtzugaben habe ich in den Kurven eingeschnitten.
 Oben auf der Rückseite habe ich einen verstärkten Lederstreifen gesetzt, der die Aufhängungen für die Träger und den Griff, jeweils doppeltes Leder, halten soll.
Hierbei habe ich drei Nähmaschinennadeln zertrümmert; meine Maschine hat viel Kraft, aber hier liegen 9 Schichten aufeinander, weil die Klappe gleich mitgefasst wurde, das schafft wohl nur eine Sattler-Maschine.

 Also alle Stellen genäht und die Einsätze genietet, echte körperliche Arbeit.
 Das Vorderteil des Rucksackes ist so breit wie das Rückenteil plus zwei mal die Seitenbreite, hier 10cm.
Vorn mittig die Tasche aufgenäht, nach dem Aufnähen sass sie 4cm neben der Mitte, wegen der unterschiedlichen Bewegungen des Leders unter der Nähmaschine.
Auftrennen bei Leder hinterlässt Löcher, also an der längeren Seite 4cm abgeschnitten.
 Innenfutter genäht, aber in ursprünglicher Breite gelassen, also 4cm breiter als das Lederteil.
In der SEitennaht die unteren D-Ringe für die Träger mitgefasst, Vorder- und Rückenteil zusammengenäht.
Den Boden habe ich ausgerechnet,  Breite mal Seitenteilbreite, hierbei wieder die 4cm des ursprünglichen Maßes gelassen, sicherheitshalber.
Angefangen habe ich mit der rückseitigen Naht, die Ecke schon etwas eingerückt, und dann rundherum genäht, und es kam genau hin, so dass die Nähte etwas nach innen eingerückt sind, und sich das Leder der Seitenwände, das beim Nähen unten lag, wieder so weit gedehnt hat, dass es zuletzt genau an den größeren Boden passte.
Die obere Kante des Rucksackes habe ich offen gelassen, also nicht verstürzt, und
 das Futter verstürzt dagegen gesetzt.
6 große Ösen eingeschlagen für den Verschluss, hier ein Lederband.
 Der Klappenverschluss war für mich neu, er wird mit einem eignenem Werkzeug eingeschraubt, ich bin begeistert! Habe ich hier gefunden.

 Dazu wird ein Loch ins Leder geschniten, das Unterteil durchgesteckt, das Oberteil mit dem Spezialnupsi draufgeschraubt.
 An der Klappe genauso.
Und so sieht die Rückseite fertig aus.

Fazit: Mit dem Dehnverhalten des Leders bin ich überfordert, es hat hier zum Glück alles geklappt, aber das würde ich mich nicht nochmal trauen.
Der Empfänger aber ist zufrieden.

Dienstag, 31. März 2015

Pojagi

Schon lange fasziniert mich diese Technik, ich habe sie mal ausprobiert mit dünnen Baumwollstoffen, und jetzt noch mal genutzt für wunderbare japanische Stoffe, deren Farben ich gern in einen Topf werfen wollte für ein Projekt.
Eine Freundin von mir, die die "Mädchenschule" besucht hat, hat mich darüber aufgeklärt, dass das nichts anderes als die gute alte Kappnaht sei.
Und das geht so:
Ich lege Streifen rechts auf rechts aufeinander und rücke den oben liegenden Streifen nahtzugabenbreit= füßchenbreit nach links ein.
Ich nähe mit Obertransport und brauche deshalb keine Stecknadeln.
Füßchenbreit nähen.

 Dann das ganze Stück auf links drehen, die breite Nahtzugabe unter die schmale schieben und knappkantig absteppen.

 So entsteht in meinem Fall ein grosses Streifenstück.
Dieses habe ich in Streifen unterschiedlicher Breite geschnitten und - wieder mit Kappnaht -
in einen Tischdeckenstoff eingefasst.

 Nähte nicht ganz getroffen, schade.
Und noch einen Stoffstreifen in eine Tasche eingesetzt. Meine.
Den Streifen habe ich hier allerdings normal eingesetzt, weil es nicht auf die Rückseite ankommt.
 Der grosse Vorteil dieser Technik ist, dass der Stoff von beiden Seiten sauber aussieht, weil alle Nahtzugaben versäubert sind.

Bein ersten Foto im Gegenlicht ist der Stoff noch nicht gebügelt, deshalb sieht es noch so kurvig aus.
Toll ist diese Technik für Gardinen und einlagige Decken oder Vorhänge.
Mehr Ideen habe ich hier gesammelt:
Pinterest-Pinwand

Dienstag, 10. März 2015

Lava und Mohn

Aus Polsterstoff-Stücken und diversen Stoffresten, mit Zickzack auf Anthrazitfarbenen Stoff appliziert, Lederboden aus einer abgelegten Jacke, Holzbrosche von einem Kinderspielzeug, vom Flohmarkt, ergänzt mit den üblichen Taschennähmaterialien.

 Rückseite dezenter, mit rotem Hingucker und Knöpfen.
 Schmaler A4-Ordner passt.
 Lava und Mohn. Finde ich.

Samstag, 7. Februar 2015

Frühlings-Vögel

 Einfach zu nähen, gute Reste-Verwertung, hier eine kleine Anleitung.
Schöneres Bild folgt, wenn der Frühlings-Osterstrauch eingerichtet ist.
Man braucht:
 Ein Stück Stoff, 8x13cm, ein Streifen Leder oder Wollfaden, ca. 23cm lang, ein Stück Leder oder Filz in rot für den Schnabel.
Stoffstück mittig falten, Schnabel mit der Rundung zum Falz hin einlegen, beide Seiten knappkantig zunähen.
 Untere Öffnung neu zusammenlegen, so dass die Nähte aufeinander liegen.
Leder- oder Wollstreifen an den Enden verknoten und mit der Rundung in den Vogel stopfen.
Die Knoten sollen außen liegen, von beiden Seiten her zunähen, Wendeöffnung offenlassen.
 Vogel wenden. Mit Füllwatte ausstopfen,
 Stopfloch verschliessen mit Nähfaden. Dann den Faden etwas vernähen in der Mitte, wo alle Nähte aufeinandertreffen, dann durch den Vogel stechen, so daß der Faden oben auf dem "Rücken" mittig rauskommt.
Stramm anziehen, so daß der Vogel in der Mitte schmaler wird, vernähen.

 Faden lang rausziehen, verknoten, Nadel abschneiden, fertig.
Als Auge habe ich "Perlenstift" genommen, eine Paste, die fest trocknet und dann wie eine Perle aussieht.
Kleine Perlen tun es natürlich auch. Nur muss man aufpassen, dass man beim Annähen den Vogel nicht in seiner Form verändert.
Also kann der Frühling sich auf den Weg machen.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Stoffmuster

 Beim Frühjahrs-Ausmisten im Nähzimmer entdeckt:
Stoffmusterproben.
Farben...
 Texturen.
Regebogen...
Aufgesteppt auf Denim, entstanden ist:
 ein großer Shoper, mit Lederboden.
Flicken noch verziert mit Spitzenborte, ansonsten wirken die Farben und unterschiedlichen
Oberflächen.
Ein guter Start ins Jahr (wenn auch aus verschiedenen Gründen erst im Februar).