
Solche Häuschen habe ich schon oft gesehen und sie standen auf meiner To-do-Liste.
Aber jetzt, wo ich sie nähen wollte, hatte ich keine Anleitung.

Also habe ich mir selbst etwas zurechtgefummelt und mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.

Ich habe durchsichtige Plastikeimer genommen, in denen ich Kartoffelsalat gekauft habe.
Den Rand samt Henkel habe ich abgeschnitten.
Dann habe ich ein Blatt Papier drumgewickelt, alles Überstehende abgeschnitten und mit einem scharfen Messer einen Längsschnitt gemacht.

Dadurch habe ich das Schnittmuster für die Seitenwand.
Den Boden habe ich auf Papier umzeichnet und den Kreis ausgeschnitten.

Beide Teile habe ich aus grauem Stoff mit 0,75cm Nahtzugabe ausgeschnitten.

Für das Dach habe ich aus Papier einen Kreis ausgeschnitten mit Durchmesser von 26cm, und aus rotem Stoff ausgeschnitten.

Aus Schabrackenvlies habe ich einen Halbkreis ausgeschnitten und diesen auf den roten Kreis gebügelt.

Dann habe ich die andere Hälfte daraufgebügelt, so dass das Vlies in der Mitte liegt.

Die Seitenwand habe ich mit Vlies hinterlegt und Stoffstücke als Fenster und Tür appliziert, also mit breitem Zickzackstich und kleiner Stichlänge festgenäht.
Die Fensterkreuze, die Gardine in der Tür, den Türkranz, die Kerzen im Fenster und alles, was mir noch so einfiel, habe ich mit unterschiedlichem Garn mit der Maschine mit Gerad- oder Zickzackstich aufgestickt.

Dann habe ich Bodenteil und Seitenteil rechts auf rechts gelegt und rundherum festgenäht.

Die Seitennaht habe ich dann verschlossen, weil ich jetzt sehen konnte, wie breit genau das Seitnteil wird (ich habe Wollstoff genommen, der sich beim Nähen und Applizieren gezogen hat).

Als Nächstes habe ich den oberen Rand mit Zickzack versäubert und gleichzeitig ein doppelt gelegtes Hutgummi (hier in Rot) mitgefasst.
Dadurch leiert der Rand später nicht aus.

Dann wird der Rand umgelegt und abgesteppt, dann sieht man das Gummi auch nicht mehr.Das Dach wird genäht, indem die lange Seite aufeinandergefaltet wird und dort knappkantig abgesteppt wird.

Danach muss man, mit etwas Gewalt und viel Gefühl, das Dach wenden, dann verschwindet die Naht innen.

Jetzt nochmal das Bügeleisen anhalten, dann verschwinden die Knicke wieder.
Ich habe das Dach mit Stoff ausgestopft zum Bügeln.
Zuletzt wird das Dach am Rand mit kurzen, breiten Zickzackstichen versäubert.

Jetzt noch den Becher in den Stoff stecken.
Durch die Dachspitze habe ich mit einer sehr dicken Nadel durchstochen und ein Band durchgezogen, das innen ein Glöckchen und aussen einen Holzstern festhält.
Auf das Dach habe ich noch mit Glitzerfarbe aus der Tube Sterne gemalt.
Den kleinen Türkranz habe ich noch mit einem roten Schleifenband verziert und goldene Perlen aufgenäht, als Kugeln.
Die Häuschen sind durch den Becher (man könnte auch Dosen nehmen) strapazierbar, man könnte sogar Kekse oder Leckereien hineinfüllen und verschenken.
Meine Häuschen wandern auf den Weihnachtsmarkt in Gut Herbigshagen am Sonntag.



































