Nachdem ich meine vor gut einem Jahr gekaufte Nähmaschine, von mir "Porsche" genannt, bei dieser Tasche an den Rand ihrer Kapazität gebracht hatte und dann noch mit dem Porsche Unterspulen aus Metall genommen hatte (hab ich, schmeiss ich nicht weg, geht noch, nehm ich), was man NIE machen darf (weil die Unterfadenspannung magnetisch funktioniert und die Metallspule alles durcheinanderbringt, bis die Spule sich so verkantet samt Halterung, dass die Spule oben aus der Halterung durchfliegt und die Nadel feststeckt!), was ich nicht wusste, aber jetzt weiss, (lufthol)
wurde mir geraten, doch eine robustere Nähmaschine zu kaufen.
Was, noch eine?
Die Andere ist gerade abbezahlt.
Also habe ich mich in Hannover beraten lassen, ausprobiert, näht 16 Lagen Jeans genauso gleichmässig wie eine Lage Baumwolle. Ein Traum.
Also nächste Finanzierung, und jetzt habe ich einen Kompaktschnellnäher. Der näht bestimmt auch Tische, wenn man sie nur darunter schiebt. Aber näht nur geradeaus. Kein Zickzack, keine Ziernähte. Nur geradeaus.
Und jetzt nähe ich endlich alles, was ich schon immer nähen wollte.
Jeans in allen Nähten, Leder, Leinen.
Ich kann die Griffe selbst nähen, aus Leder.
Zeltplanen aus Polen.
Und hier habe ich meinen Meister gefunden: www.forestbound.blogspot.com . Super Taschen genäht aus Stoffen von Weltkrieg 1 und 2, und allem, was sie kriegen kann, mit super Leder und toll fotografiert.
Seufz.
Freitag, 27. April 2012
Samstag, 21. April 2012
Oberflächenmanipulation - was Andere so draus machen
Beim Sich-verlieren in Pinterest, dem unerschöpflichen Inspirationsbringer, habe ich eine Königin der Stoffmanipulation entdeckt:
Ruth Singer, hier ist ihre website. Sie bietet auch Kurse an, aber seht mal ihre Galerie an...
Hach, da fallen mir wieder so viele noch auszuprobierende Projekte ein!
Ruth Singer, hier ist ihre website. Sie bietet auch Kurse an, aber seht mal ihre Galerie an...
Hach, da fallen mir wieder so viele noch auszuprobierende Projekte ein!
Freitag, 13. April 2012
Erste Werke - Rückblick
Wenn ich zu Beginn meiner Taschennäherei gefertigte Taschen wiedertreffe, bin ich immer überrascht.
Diese Tasche hatte ich aus Leinen genäht und die Quadrate aus Lieblingsstoffreste einfach aufgenäht durch die diagonal durchlaufenden Nähte.
Ich hoffte, die Quadrate würden nicht zu sehr aufribbeln. Am Anfang habe ich oft Fäden gezupft, die sich gelöst hatten.
Aber eine Freundin von mir trägt die Tasche seit 2 Jahren fast täglich und ich habe sie neulich zum ersten Mal aus der Nähe wieder gesehen (sie hat noch eine andere Tasche von mir in Benutzung und ich habe immer nur die andere gesehen, aber noch nicht fotografiert). Ich finde sie tatsächlich immer noch schön.
Aber das war auch schon mal anders.
Eine Marktbetreiberin verliebte sich beim Aufbau der Stände in eine Tasche, und hat sie, nachdem genug in der Kasse war, gekauft.
Nach etwa einem Jahr traf ich sie wieder, sie sagte, es wäre an der Tasche eine Naht aufgegangen und sie käme einfach nicht dazu, sie zu reparieren.
Am zweiten Markttag brachte sie dann die Tasche mit und ich habe sie repariert.
Und mich ganz schön geschämt: für schiefe Nähte, losen Knopf und aufgegangene Naht direkt am Reissverschluss. Also nicht dicht genug am RV entlanggenäht.
Ich habe alles, so gut es geht repariert, schiefe Nähte begradigt und war danach etwas zufriedener.
Aber: Daran sehe ich auch, dass ich mich immer weiterentwickele. Und das ist ja spannend.
Vielleicht nähe ich in 5 Jahren ja Haute Couture...
Diese Tasche hatte ich aus Leinen genäht und die Quadrate aus Lieblingsstoffreste einfach aufgenäht durch die diagonal durchlaufenden Nähte.
Ich hoffte, die Quadrate würden nicht zu sehr aufribbeln. Am Anfang habe ich oft Fäden gezupft, die sich gelöst hatten.
Aber eine Freundin von mir trägt die Tasche seit 2 Jahren fast täglich und ich habe sie neulich zum ersten Mal aus der Nähe wieder gesehen (sie hat noch eine andere Tasche von mir in Benutzung und ich habe immer nur die andere gesehen, aber noch nicht fotografiert). Ich finde sie tatsächlich immer noch schön.
Aber das war auch schon mal anders.
Eine Marktbetreiberin verliebte sich beim Aufbau der Stände in eine Tasche, und hat sie, nachdem genug in der Kasse war, gekauft.
Nach etwa einem Jahr traf ich sie wieder, sie sagte, es wäre an der Tasche eine Naht aufgegangen und sie käme einfach nicht dazu, sie zu reparieren.
Am zweiten Markttag brachte sie dann die Tasche mit und ich habe sie repariert.
Und mich ganz schön geschämt: für schiefe Nähte, losen Knopf und aufgegangene Naht direkt am Reissverschluss. Also nicht dicht genug am RV entlanggenäht.
Ich habe alles, so gut es geht repariert, schiefe Nähte begradigt und war danach etwas zufriedener.
Aber: Daran sehe ich auch, dass ich mich immer weiterentwickele. Und das ist ja spannend.
Vielleicht nähe ich in 5 Jahren ja Haute Couture...
Samstag, 7. April 2012
Nochmal Neues ausprobieren
Vor einiger Zeit habe ich rumexperimentiert mit einer Farbauswahl, die mir nicht aus dem Kopf ging, hier nachzusehen.
Mit der letzten hier gezeigten Tasche war ich dann ziemlich zufrieden, aber jetzt habe ich neu experimentiert und bin mit dieser Farbwahl noch zufriedener, auch wenn sie nicht so leuchtstark ist wie bei der ersten Serie.
Das Grün ist eher ein senfolivkhaki-Gemisch, das Lila gebrochenes Aubergine und das Braun des Leders sehr dunkel.
Dazu passt, wie hier:
noch steingrau und ocker.
Die Oberflächenexperimentiererei hat mich wieder zu meiner Streifentechnik zurückgeführt, und es hat wieder Spass gemacht, aus Streifen Unvorhersehbares zu fertigen.
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Mit der letzten hier gezeigten Tasche war ich dann ziemlich zufrieden, aber jetzt habe ich neu experimentiert und bin mit dieser Farbwahl noch zufriedener, auch wenn sie nicht so leuchtstark ist wie bei der ersten Serie.
Das Grün ist eher ein senfolivkhaki-Gemisch, das Lila gebrochenes Aubergine und das Braun des Leders sehr dunkel.
Dazu passt, wie hier:
noch steingrau und ocker.
Die Oberflächenexperimentiererei hat mich wieder zu meiner Streifentechnik zurückgeführt, und es hat wieder Spass gemacht, aus Streifen Unvorhersehbares zu fertigen.
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Sonntag, 1. April 2012
Kräutermarkt Gut Herbigshagen Duderstadt
Jedes Jahr findet am Ostermontag auf dem Gut der Heinz-Sielmann-Stiftung in Duderstadt im Eichsfeld östlich von Göttingen ein
Kräutermarkt statt.
Dort ist immer eine wunderbare Familien-Stimmung:
Für die Kinder gibt es viele alte Haustierrassen zu sehen, Ziegen, Schafe, Schweine und die schönen Pfauen und vieles mehr.
Ausserdem gibt es Gegrilltes und Kaffee und Waffeln zur Stärkung, sowie ein tolles Bio-Salat-Buffet und Ofenkartoffeln.
Ich werde dieses Jahr wieder daran teilnehmen und bei hoffentlich schönem Wetter Taschen und mehr zeigen.
Dort zu sein ist immer sehr anregend, gemütlich, friedlich, und man lernt viele nette Menschen kennen und kann natürlich wunderbar Kräuter einkaufen, als Pflanzen oder als Gewürz.
Kräutermarkt statt.
Dort ist immer eine wunderbare Familien-Stimmung:
Für die Kinder gibt es viele alte Haustierrassen zu sehen, Ziegen, Schafe, Schweine und die schönen Pfauen und vieles mehr.
Ausserdem gibt es Gegrilltes und Kaffee und Waffeln zur Stärkung, sowie ein tolles Bio-Salat-Buffet und Ofenkartoffeln.
Ich werde dieses Jahr wieder daran teilnehmen und bei hoffentlich schönem Wetter Taschen und mehr zeigen.
Dort zu sein ist immer sehr anregend, gemütlich, friedlich, und man lernt viele nette Menschen kennen und kann natürlich wunderbar Kräuter einkaufen, als Pflanzen oder als Gewürz.
Sonntag, 25. März 2012
Oberflächenbearbeitung von Stoff - Projekt
Oberflächenbearbeitung 2. Termin. Ich habe mich entschieden, meine altbewährte Falten-Plissiertechnik anzuwenden, weil ich so schönen Stoff gefunden habe:
Baumwollstoff, gewebt auf schwarzer Bindung. Dadurch werden die Farben gebrochen und leuchten dennoch, und sie haben einen seidigen Glanz.
Hier meine Auswahl, noch unzerschnitten. Dann habe ich 4cm breite Streifen geschnitten und diese wieder zusammengenäht (die Paradoxie des modernen patchwork: Neue Stoffe erst kaputtschneiden, dann wieder zusammennähen).
Dann habe ich bestimmte Streifen ausgewählt, vor allem die grünen und noch ein paar andere, und zwei nebeneinanderliegende Streifen gef altet, so dass die rechten Seiten aussen liegen, und mittig genäht.
Dadurch entsteht eine hochstehende Falte, die auf jeder Seite eine andere Farbe hat.
Den Sinn versteht man erst später.
Jetzt habe ich alle entstandenen Streifen auf eine Seite gebügelt. Der Sinn: es verschwinden die leuchtenden Farben, und ein gedämpfter Farbenreigen überwiegt.
Gleichzeitig habe ich alles auf Vlies H 630 gebügelt.
Als nächstes habe ich mit Markierstift und Lineal in unterschiedlichen Abständen etwa um 10cm Querlinien eingezeichnet und hiervon jede zweite abgesteppt.
Und dann die noch nicht gesteppten in die andere Richtung gesteppt, so entsteht das untere Stoffbild.
Fertig ist das Top. Sieht in echt bei Weitem nicht so knitterig aus, liegt wohl am Blitz.
Und - natürlich - habe ich es zu einer Tasche verwandelt.
Dieses Modell heisst Anna-Tasche, weil ich die Erste davon für Anna genäht habe.
Mit dieser Art des Faltennähens kann man viel experimentieren; z.B. Rauten entstehen lassen, oder dicht an dicht nähen, dann sieht es plissiert aus.
Mehr von diesen Ideen zur Veränderung/Manipulation von Stoff findet Ihr hier.Lucy, Griselda, suschna, Kathrin, Karen, frifis und vielleicht noch mehr, die jetzt mitmachen.
Baumwollstoff, gewebt auf schwarzer Bindung. Dadurch werden die Farben gebrochen und leuchten dennoch, und sie haben einen seidigen Glanz.
Hier meine Auswahl, noch unzerschnitten. Dann habe ich 4cm breite Streifen geschnitten und diese wieder zusammengenäht (die Paradoxie des modernen patchwork: Neue Stoffe erst kaputtschneiden, dann wieder zusammennähen).
Dann habe ich bestimmte Streifen ausgewählt, vor allem die grünen und noch ein paar andere, und zwei nebeneinanderliegende Streifen gef altet, so dass die rechten Seiten aussen liegen, und mittig genäht.
Dadurch entsteht eine hochstehende Falte, die auf jeder Seite eine andere Farbe hat.
Den Sinn versteht man erst später.
Jetzt habe ich alle entstandenen Streifen auf eine Seite gebügelt. Der Sinn: es verschwinden die leuchtenden Farben, und ein gedämpfter Farbenreigen überwiegt.
Gleichzeitig habe ich alles auf Vlies H 630 gebügelt.
Als nächstes habe ich mit Markierstift und Lineal in unterschiedlichen Abständen etwa um 10cm Querlinien eingezeichnet und hiervon jede zweite abgesteppt.
Und dann die noch nicht gesteppten in die andere Richtung gesteppt, so entsteht das untere Stoffbild.
Fertig ist das Top. Sieht in echt bei Weitem nicht so knitterig aus, liegt wohl am Blitz.
Und - natürlich - habe ich es zu einer Tasche verwandelt.
Dieses Modell heisst Anna-Tasche, weil ich die Erste davon für Anna genäht habe.
Mit dieser Art des Faltennähens kann man viel experimentieren; z.B. Rauten entstehen lassen, oder dicht an dicht nähen, dann sieht es plissiert aus.
Mehr von diesen Ideen zur Veränderung/Manipulation von Stoff findet Ihr hier.Lucy, Griselda, suschna, Kathrin, Karen, frifis und vielleicht noch mehr, die jetzt mitmachen.
Dienstag, 20. März 2012
Oberflächenbearbeitung - Zwischenstand oder sneak peak
Für kommenden Sonntag, wo das Projekt "Oberflächenbearbeitung" in die zweite Runde geht, habe ich mir Stoffe ausgesucht, die ich in Braunschweig auf der handmade-Messe gekauft habe.
Es sind Baumwollstoffe, die gewebt sind auf schwarzer Bindung, wodurch die Farben alle gebrochen sind.
Trotzdem hat der Stoff eine starke Leuchtkraft und auch einen seidigen Glanz.
Leider habe ich mir nicht gemerkt, wie der Hersteller dieser Stoffe heisst.
Für mein nächstes Projekt habe ich die schönen Stoffe in Streifen geschnitten und gemischt zusammengesetzt.
Weitere Fotos folgen am Sonntag.
Es sind Baumwollstoffe, die gewebt sind auf schwarzer Bindung, wodurch die Farben alle gebrochen sind.
Trotzdem hat der Stoff eine starke Leuchtkraft und auch einen seidigen Glanz.
Leider habe ich mir nicht gemerkt, wie der Hersteller dieser Stoffe heisst.
Für mein nächstes Projekt habe ich die schönen Stoffe in Streifen geschnitten und gemischt zusammengesetzt.
Weitere Fotos folgen am Sonntag.
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