Freitag, 17. Dezember 2010

Winternähen



Es ist doch wirklich komisch, dass ich im Winter mit immer dezenteren Farben und Mustern nähe.
Manchmal eine Anwandlung von Farbe, wie bei den Pompadours, aber bei den Taschen und Täschchen sind die Farben, Formen und Muster dezent wie nie.
Diese neue Tasche ist die Dritte in dieser Art. Ich habe ganz schönes altes derbes Bauernleinen gefärbt in nicht genau definierbarem braun-grün-grau und die Tasche besetzt mit dünnem Leder.
Der Stoff hat eine gewisse Steifigkeit und dadurch hat die Tasche einen ähnlichen Charakter wie Canvas-Taschen, nur viel edler.
Die erste dieser Art benutze ich selbst täglich und bin froh über die Möglichkeit, die Tasche durch Umklappen zu verkleinern, aber auch DinA4 hineinstecken zu können, wenn es muss.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Tutorial Pompadour Ergänzung


In meiner Nählust habe ich den Pompadour noch weiter entwickelt für die Verwendung als Nähutensilo.
Ich habe in die Mitte auf den Boden ein Stück Klettband genäht ( die weiche Seite) und ein Nadelkissen gebastelt, das man dort festmachen kann. Der Boden bleibt ja durch die Schabrackeneinlage fest, so dass dort ruhig ein Nadelkissen sein kann. Dazu habe ich einen runden Kreis aus dem Rosenstoff geschnitten, den Rand wie bei JoJos eingefasst und zugezogen.
Das Stoffstück habe ich ausgestopft mit Wolle und den Raff-Faden fest vernäht.
Dann habe ich auf einen Kreis aus Wollwalk die andere Seite des Klettbandes genäht, eine Pappscheibe mit Heisskleber aufgeklebt, diese auf der anderen Seite auf das ausgestopfte Rosenstoffteil geklebt und zuletzt alles mit der Hand rundherum festgenäht. Wie sagen die Amerikaner immer: You are done!
Bei diesem Pompadour habe ich die Enden der Kordel mit Blättern verziert, dadurch sieht es von oben gesehen noch mehr nach Blüte aus.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Nählust


Pompadours nähen macht Spass, sie sind nach einem strikten Schema genäht, aber man kann doch viel variieren, mit Farben spielen, Zierstiche einsetzen, unterschiedliche Anhänger für die Bänderenden ausprobieren.
Und je nach Stoffstärke und -webart haben sie hinterher ein ganz individuelles Aussehen; manche sind weich und rund, andere fester und standhafter.
Und beim Nähen fallen mir sooo viele Leute ein, denen ich einen schenken könnte...
Und die Anleitung, wie man diese "Knöpfe" herstellt, habe ich hier gefunden. Da gibt es eine Menge schöner Kleinigkeiten als tutorial, auf englisch, aber mit vielen Bildern.

Freitag, 10. Dezember 2010

Tutorial Pompadour


Hier nun die Anleitung für den Pompadour, in dem man Nähzeug, aber auch Schmuck oder andere Kleinigkeiten und Schätze unterbringen kann und der zudem noch sehr dekorativ ist.
Man braucht:
- Aussenstoff 50x50cm,
- Aussenstoff 40x40cm
-Innenstoff 50x50 und 40x40cm
- Papierschablone Kreis Durchmesser 40cm
-Schabrackeneinlage oder Pappe 16x16cm
-robusten Faden oder Kordel oder Satinband, 2x 1,20m lang
- dekorative Perlen 4 Stck.
farblich passendes Nähgarn

Zuerst die Quadrate aus den beiden Stoffen zuschneiden.
Auf die 40cm Quadrate die Kreisschablone auflegen, aufzeichnen und ohne Nahtzugabe ausschneiden.
In den Aussenstoff an zwei gegenüberliegenden Kanten genau in der Kantenmitte ein Knopfloch nähen, etwa 1 cm lang, und füsschenbreit vom Rand entfernt.
Die beiden grossen Quadrate rechts auf rechts aufeinanderlegen und bis auf eine kleine Wendeöffnung rundherum füsschenbreit absteppen.
Wenden und bügeln.
Den Papierkreis mittig auf die Innenseite der grossen Quadrate legen, und frei hand einen Kreis mit gleichbleibendem Abstand zeichnen. Der Kreis hat einen Durchmesser von 49cm, man kann sicherheitshalber auch noch einen Kreis mit dem Zirkel auf Papier zeichnen und ausschneiden als Schablone.
Dann einen Kreis nähen entlang der Markierung, vorher versichern, dass die Knopflöcher offen sind.
Etwa 2cm nach innen versetzt noch einen Kreis nähen, so entsteht der Tunnel für die Bänder.
Jetzt das grosse genähte Quadrat 2x falten und in der Mitte gut drücken, so wird die Mitte ermittelt.
Jetzt wird nur durch den Innenstoff ein Kreuz in der Mitte aufgeschnitten, das gross genug ist, um die Schabracke durchzuschieben.
Später sieht man das nicht mehr, weil das zweite Teil daraufgenäht wird.
Der Schnitt darf aber nicht zu gross ausfallen, also höchstens 13cm.
Jetzt wird der Kreis aus dem Schabrackenmaterial ausgeschnitten, Durchmesser 16cm.
Der Kreis wird etwas gebogen und in das Innere der Quadrate geschoben.
Die 40cm-Kreise werden mit der rechten Seite nach aussen füsschenbreit vom Rand entfernt zusammengenäht.
Dann wird die Mitte durch Falten ermittelt (s.o.), und auch hier ein kreuzförmiger Schnitt im Innenstoff gemacht, das wird die Wendeöffnung.
Wenden, Bügeln und knappkantig absteppen, ich habe hier einen Muschelzierstich genommen.
Dann wird der Kreis auf das Viereck gelegt, wie auf dem Bild Innenstoff auf Innenstoff.
Die beiden Lagen werden zusammengenäht, knapp neben der Schabracke.
Ich kann das gut fühlen, aber man kann sich auch eine Hilfslinie zeichnen.
Von dieser Naht, bei mir wieder Muschelstich, werden jetzt in unregelmässigen Abständen Nähte nach aussen abgesteppt und beide Enden gut gesichert. Die Naht endet am Rand des Kreises.
So entstehen die Taschen, die ruhig unterschiedlich breit sein sollen, weil der Inhalt ja auch unterschiedlich gross sein wird.
Zuletzt werden die Bänder mithilfe einer Sicherheitsnadel eingefädelt, jedes ganz einmal durch den Tunnel, aber jedes startet und endet an einem anderen Knopfloch.
Die Enden der Bänder sichern mit einer schönen Kugel oder einem Holzstern, Bänder zusammenziehen, eine Schleife machen, fertig.
Eine besonders vielfältige Geschenk-oder auch Verpackungsidee.
Und das Nähen dauert nur wenig länger, als dieses Tutorial zu schreiben und zu warten, dass die Bilder hochgeladen werden ;-)
P.S.: ich habe noch ein Tutorial für einen anderen Pompadour geschrieben, der ohne Innenleben genäht wird, und edel aussehen kann.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Übrigens...

...gibt es im Moment beim "Kaffeeröster, der alles hat", Organzastoff in Schwarz mit goldenen STernen zu kaufen für wenig Geld, zur Dekoration gedacht.
Daraus kann man schöne Geschenksäckchen oder auch grössere Beutel nähen.Dazu einen langen Streifen abschneiden in der Breite, die man in etwa haben will, und an den beiden kurzen Enden den SToff 5cm umschlagen nach innen (das ist da, wo die Sterne silbern sind, aussen sind sie gold, oder man möchte silberne Sterne aussen haben, dann eben anders herum).
Dann näht man eine Naht dicht an den umgeschlagenen Rand, also etwa 4,5cm vom Rand entfernt, und eine weitere Naht etwa 2cm dichter an den Rand. Wichtig: die Nahtenden gut sichern.
So entsteht ein Tunnel.
Dann den Streifen mit der rechten Seite nach innen doppelt aufeinander legen, und mit 2 Nähten die SEiten schliessen, aber nur bis an den Tunnel ran.
Dann das Ganze wenden, und 2 Bänder einfädeln in den Tunnel, und zwar das ERste von links nach rechts im vorderen Tunnel und von rechts nach links im hinteren Tunnel; und das Zweite von rechts nach links im vorderen Tunnel und von links nach rechts im hinteren Tunnel.
Beide Kordeln an ihren Enden verknoten, so kann man den Beutel durch Zusammenziehen schön verschliessen und sogar noch eine SChleife binden, oder den Beutel aufhängen.
Es reicht auch eine Kordel, das ist dann wie früher beim Turnbeutel :-).
Ich habe aus einem Stück Organza 6 grosse und 6 kleine Beutel genäht, es lohnt sich also, der Stoff kostet knapp 6 Euro.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Pompadour

Ich habe Pompadours genäht aus Leinen und Baumwollstoff. Innen haben sie rundherum Fächer, um Kleinigkeiten zu verstauen, z.B. die Nähsachen, die man zum Handnähen oder zum Sticken braucht.

Man kann allerdings auch wunderbar seine Schmuckkleinteile darin aufbewahren, so sind sie voneinander getrennt und zerkratzen sich nicht. Oder die Uhrensammlung, oder den Haarschmuck.
Zusammengezogen sieht das Obere aus wie eine Blüte. Ich habe an die Enden der Bindebänder
kleine Holzsterne geknotet und die Zipfel mit einer Perle festgesteckt, damit sie nicht vorwitzig hochstehen.
Nächste Woche schreibe ich ein Tutorial darüber, sie sind nämlich gar nicht so schwer zu nähen.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Adventshäuschen


Solche Häuschen habe ich schon oft gesehen und sie standen auf meiner To-do-Liste.
Aber jetzt, wo ich sie nähen wollte, hatte ich keine Anleitung.
Also habe ich mir selbst etwas zurechtgefummelt und mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.

Ich habe durchsichtige Plastikeimer genommen, in denen ich Kartoffelsalat gekauft habe.
Den Rand samt Henkel habe ich abgeschnitten.
Dann habe ich ein Blatt Papier drumgewickelt, alles Überstehende abgeschnitten und mit einem scharfen Messer einen Längsschnitt gemacht.
Dadurch habe ich das Schnittmuster für die Seitenwand.
Den Boden habe ich auf Papier umzeichnet und den Kreis ausgeschnitten.
Beide Teile habe ich aus grauem Stoff mit 0,75cm Nahtzugabe ausgeschnitten.
Für das Dach habe ich aus Papier einen Kreis ausgeschnitten mit Durchmesser von 26cm, und aus rotem Stoff ausgeschnitten.
Aus Schabrackenvlies habe ich einen Halbkreis ausgeschnitten und diesen auf den roten Kreis gebügelt.
Dann habe ich die andere Hälfte daraufgebügelt, so dass das Vlies in der Mitte liegt.
Die Seitenwand habe ich mit Vlies hinterlegt und Stoffstücke als Fenster und Tür appliziert, also mit breitem Zickzackstich und kleiner Stichlänge festgenäht.
Die Fensterkreuze, die Gardine in der Tür, den Türkranz, die Kerzen im Fenster und alles, was mir noch so einfiel, habe ich mit unterschiedlichem Garn mit der Maschine mit Gerad- oder Zickzackstich aufgestickt.
Dann habe ich Bodenteil und Seitenteil rechts auf rechts gelegt und rundherum festgenäht.
Die Seitennaht habe ich dann verschlossen, weil ich jetzt sehen konnte, wie breit genau das Seitnteil wird (ich habe Wollstoff genommen, der sich beim Nähen und Applizieren gezogen hat).
Als Nächstes habe ich den oberen Rand mit Zickzack versäubert und gleichzeitig ein doppelt gelegtes Hutgummi (hier in Rot) mitgefasst.
Dadurch leiert der Rand später nicht aus.
Dann wird der Rand umgelegt und abgesteppt, dann sieht man das Gummi auch nicht mehr.
Das Dach wird genäht, indem die lange Seite aufeinandergefaltet wird und dort knappkantig abgesteppt wird.
Danach muss man, mit etwas Gewalt und viel Gefühl, das Dach wenden, dann verschwindet die Naht innen.
Jetzt nochmal das Bügeleisen anhalten, dann verschwinden die Knicke wieder.
Ich habe das Dach mit Stoff ausgestopft zum Bügeln.
Zuletzt wird das Dach am Rand mit kurzen, breiten Zickzackstichen versäubert.
Jetzt noch den Becher in den Stoff stecken.
Durch die Dachspitze habe ich mit einer sehr dicken Nadel durchstochen und ein Band durchgezogen, das innen ein Glöckchen und aussen einen Holzstern festhält.
Auf das Dach habe ich noch mit Glitzerfarbe aus der Tube Sterne gemalt.
Den kleinen Türkranz habe ich noch mit einem roten Schleifenband verziert und goldene Perlen aufgenäht, als Kugeln.
Die Häuschen sind durch den Becher (man könnte auch Dosen nehmen) strapazierbar, man könnte sogar Kekse oder Leckereien hineinfüllen und verschenken.
Meine Häuschen wandern auf den Weihnachtsmarkt in Gut Herbigshagen am Sonntag.